Patchwork-Familie: Dürfen Sie Ihre Stiefkinder zurechtweisen?

    Paula Lupo
    Paula Lupo

    Den Zusammenhalt finden in einer Patchwork-Familie, erweist sich oft als Herausforderung. Viele fragen sich: Darf ich die Kinder meines Partners zurechtweisen?

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    Dürfen Sie als Stiefmutter das Kind Ihres Partners zurechtweisen? - Depositphotos

    Eine neue Person in der Familie aufzunehmen ist schwierig – besonders wenn es der neue Lebenspartner eines Elternteils ist. Das Verschmelzen von zwei Familien oder das Einfügen eines Stiefelternteils ist für Kinder ein grosser Schritt.

    Auch für den neuen Elternteil ist es eine Herausforderung. Sich in einer neuen Familie zurechtzufinden und eine gesunde Beziehung zu den Stiefkindern aufzubauen, ist fast nie ein Zuckerschlecken.

    Normalerweise dauert es einige Jahre, bis eine neue Familie richtig zusammenwächst und sich eine gemeinsame Identität bilden kann. Zuerst muss Vertrauen aufgebaut werden und dann müssen sich alle aneinander gewöhnen.

    Auf dem Grat zwischen Bestrafung und Disziplin wandeln

    Eine Frage, die vielen Stiefeltern durch den Kopf geht, ist: «Darf ich meine Stiefkinder zurechtweisen und massregeln?» Die Antwort auf diese Frage ist sehr komplex.

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    Versuchen Sie die Kinder gut kennenzulernen und so ein gutes Verhältnis aufzubauen. - Unsplash

    Grundsätzlich sollte jede Massregelung das Ziel haben, das Beste aus einem Kind herauszuholen und nicht, dass es sich schlecht fühlt. Aber ab und zu braucht es einfach ein scharfes Wort, oder?

    Der erste Schritt für Sie als «neuer» Elternteil sollte darin bestehen, eine gute Beziehung mit Ihren Stiefkindern aufzubauen. Kinder werden Sie zu Beginn sehr wahrscheinlich noch nicht als Autoritätsperson anerkennen.

    Aufbau einer Beziehung vor jeglicher Form der Bestrafung

    Zu Beginn würden die Kinder sich gegen jede Form von Disziplinarmassnahme wehren und Widerstand leisten. Nehmen Sie sich also Zeit, Ihre Stiefkinder wirklich kennenzulernen und auf sie einzugehen.

    Es heisst, dass Sie dem Kind guttun, wenn Sie sich zehn bis fünfzehn Minuten täglich mit seinen Interessen beschäftigen. So zeigen Sie, dass Sie das Kind kennenlernen wollen und die Bindung stärken möchten.

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    Mit Geduld werden Sie auch als Stiefelternteil gut in die Familie integriert und auch als Autorität akzeptiert. - Unsplash

    Sobald Sie Zeit mit den Kindern alleine verbringen sollen, sollten Sie sich vorher mit Ihrem neuen Partner. Wie soll mit Zurechtweisungen umgegangen und wie zu seinen Kindern gesprochen werden?

    Respekt und Verständnis

    Achten Sie darauf, wie Ihr Partner mit den Kindern umgeht. Sie sollten nicht härter mit den Kindern umgehen als er.

    Der Umgang mit den Kindern Ihres Partners ist eine komplexe Angelegenheit. Feingefühl, Geduld und Verständnis sind wichtig.

    Nehmen Sie sich Zeit, die Kinder kennenzulernen und eine Beziehung aufzubauen. Dann sollte alles von selbst und natürlich laufen – auch das Zurechtweisen.

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