7 Fragen, die Sie Ihrer Hebamme und Ihrem Arzt stellen sollten

Kiran Iqbal
Kiran Iqbal

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Wenn die Geburt des Kindes ansteht, wünschen sich werdende Mütter Sicherheit. Um diese zu haben, sollten einige Fragen im Vorfeld geklärt werden.

Vor der Geburt mit Ärzten und Hebammen zu sprechen und offene Fragen zu klären, gibt Eltern Sicherheit.
Vor der Geburt mit Ärzten und Hebammen zu sprechen und offene Fragen zu klären, gibt Eltern Sicherheit. - Depositphotos

Die Entscheidung, wo und wie Ihr Baby zur Welt kommen soll, liegt ganz bei Ihnen. Ob Geburtshaus, Krankenhaus oder Hausgeburt – jede Option hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, ist es wichtig, sich ausführlich über alle Möglichkeiten zu informieren. Folgende Fragen sollten Sie Ihrem Arzt und Ihrer Hebamme deshalb stellen.

1. Was passiert in Ihrer Einrichtung normalerweise bei einer natürlichen Geburt?

Geburtsfreundliche Kliniken geben Ihnen detaillierte Informationen darüber, wie sie den gesamten Prozess handhaben. Sie klären beispielsweise auf, wie häufig ein Medikament verabreicht wird, um die Wehen künstlich einzuleiten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Häufigkeit von Kaiserschnitten, Episiotomien (Dammschnitte) und Einleitungen. Sind diese zu hoch, sollten Sie in Erwägung ziehen, Ihr Kind woanders zur Welt zu bringen.

2. Wie helfen Sie den Müttern dabei, sich so wohl und sicher wie möglich zu fühlen?

Welche nicht medikamentösen Schmerzlinderungsmassnahmen werden zum Beispiel angeboten? Gibt es die Möglichkeiten von Positionswechseln, warmen Bädern, Massagen oder Musiktherapie gegen den Stress?

Werden Massnahmen zur Entspannung angeboten, können werdende Mütter kurz vor der Geburt Stress abbauen.
Werden Massnahmen zur Entspannung angeboten, können werdende Mütter kurz vor der Geburt Stress abbauen. - Depositphotos

Diese «Komfort-Massnahmen» helfen oft dabei, sich während der Wehen besser zu entspannen. Denn es ist für viele Mütter eine herausfordernde Erfahrung.

3. Mit wem darf ich während der Geburt zusammen sein?

In geburtsfreundlichen Einrichtungen dürfen werdende Mütter selbst entscheiden, wer sie während der Geburt begleiten soll, sei es der Vater des Kindes, andere Familienmitglieder oder Freunde.

Ausserdem besteht oft die Möglichkeit, eine sogenannte Doula hinzuzuziehen. Dabei handelt es sich um eine Person mit spezieller Ausbildung zur Unterstützung von Frauen während der Geburt.

Darüber hinaus bieten viele Einrichtungen auch Hebammen an. So kann die Mutter wählen, ob sie lieber von einer Hebamme betreut werden möchte.

4. Wie gewährleisten Sie einen reibungslosen Ablauf bei der Zusammenarbeit zwischen Arzt, Hebammen und Krankenschwestern?

Eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist essenziell für eine stressfreie Geburt. Deshalb sollte Ihre Einrichtung klare Pläne dafür haben, wie Informationen ausgetauscht werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

Schwangere bei ärztlicher Untersuchung
Um werdende Mütter nicht zusätzlich zu stressen, ist eine gute Kommunikation zwischen Ärzten, Personal und Hebammen wichtig. - Depositphotos

Fragen Sie nach, um sich abzusichern. Für werdende Eltern ist eine klare Kommunikation generell vor, während und nach der Geburt ihres Kindes eine wichtige Angelegenheit.

5. Wie wird auf kulturelle Unterschiede und Glaubensrichtungen Rücksicht genommen?

Es gibt einige Einrichtungen, die besonders auf kulturelle Hintergründe und religiöse Überzeugungen der Mütter achten.

Ob bestimmte Traditionen während oder nach der Geburt eingehalten werden sollen: Sie unterstützen Sie dabei, Ihren Wünschen entsprechend zu handeln und diese zu respektieren.

Wenn Ihnen dieser Punkt wichtig ist, sollten Sie gezielt nachhaken.

6. Darf ich mich während der Wehen bewegen?

Und welche Position wird für die Geburt empfohlen? In einer geburtsfreundlichen Umgebung dürfen Frauen sich frei bewegen und selbst entscheiden, welche Position ihnen am liebsten ist.

Je früher Schwangere offene Fragen zur Geburtsumgebung klären, desto sicherer fühlen Sie sich bei der Geburt.
Je früher Schwangere offene Fragen zur Geburtsumgebung klären, desto sicherer fühlen Sie sich bei der Geburt. - Depositphotos

Sofern keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, sollten Sie in Ihrer Wahl idealerweise frei sein. Es ist sehr selten der Fall, dass Frauen flach auf dem Rücken, mit den Beinen in den Steigbügeln entbinden müssen.

7. Was passiert, wenn mein Baby zu früh geboren wird oder gesundheitliche Probleme hat?

Elternfreundliche Kliniken ermutigen Mütter und Väter dazu, ihr Neugeborenes so viel wie möglich zu berühren, halten, stillen und versorgen. Selbst wenn es vorzeitig geboren wurde oder gesundheitliche Probleme aufweist ist dies wichtig.

Es kann jedoch auch sein, dass Sie Ihr Kind aus medizinischen Gründen nach der Geburt noch nicht halten und pflegen. Auch darauf werden Sie frühzeitig hingewiesen.

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