Koliken: Wie Eltern mit dem Leiden des Babys umgehen

Paula Lupo
Paula Lupo

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Viele Babys leiden in den ersten Monaten an starken Bauchkrämpfen. Wie Sie als Eltern damit umgehen und den Schmerz lindern können.

Bei krampfartigem Weinen kann Nähe helfen. Wenn das Weinen aber durch Koliken ausgelöst wird, kann es schwierig sein, das Baby zu beruhigen.
Bei krampfartigem Weinen kann Nähe helfen. Wenn das Weinen aber durch Koliken ausgelöst wird, kann es schwierig sein, das Baby zu beruhigen. - Depositphotos

Einige Wochen lang haben Sie Ihr Neugeborenes bewundert und es beim friedlichen Schlafen beobachtet. Aber nun hört Ihr Baby nicht mehr auf zu schreien?

Bei Babys, die an Koliken, also starken Bauchkrämpfen, leiden, beginnt das Weinen oft plötzlich. Das kann ganz schön an den Nerven der Eltern zehren.

Trotz Frustration und Erschöpfung gibt es jedoch Strategien zur Beruhigung des Kindes, bis der Krampf vorübergeht. Dabei sollte jede Methode gut ausprobiert werden, bevor man zur nächsten übergeht.

Mögliche Ursachen für Weinen und Massnahmen

Wenn Sie eine Überstimulation vermuten, reagieren Sie auf das Weinen Ihres Babys. Versuchen Sie, die Umgebung Ihres Babys friedlich zu gestalten und beschränken Sie Besuche und neue Erfahrungen in anregenden Umgebungen.

Auch eine Überstimulation kann Babys zum Weinen bringen.
Auch eine Überstimulation kann Babys zum Weinen bringen. - Depositphotos

Auch bei Verdacht auf Magen-Darm-Probleme können verschiedene Methoden zur Beruhigung angewendet werden. Üben Sie Druck auf den Bauch des Babys aus, lassen es rülpsen oder verwenden Sie probiotische Tropen.

Wenn Sie stillen, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob es sinnvoll ist, bestimmte Nahrungsmittel vorübergehend von Ihrer Ernährung auszuschliessen.

Symptome von Koliken bei Säuglingen

Weint Ihr Baby mindestens drei Stunden pro Tag, an drei Tagen in der Woche und über drei Wochen hinweg? Dann diagnostiziert der Arzt eine sogenannte «Drei-Monats-Kolik».

Weitere typische Anzeichen einer Kolik sind, dass das Baby seine Beine anzieht und generell mehr mit Armen und Beinen strampelt.

Normalerweise dauern die Koliken drei bis fünf Monate an, dann klingen sie wieder ab.
Normalerweise dauern die Koliken drei bis fünf Monate an, dann klingen sie wieder ab. - Depositphotos

Bei den meisten Babys vergehen diese Koliken nach drei bis fünf Monaten. Nur in seltenen Fällen bleiben sie länger bestehen.

Unterschied zwischen Kolik und normalem Weinen

Es gibt keine klare Definition, wie sich eine Kolik von anderen Arten des Weinens unterscheidet. Ärzte meinen, dass kolikartiges Weinen lauter, intensiver und höher ist als normales Weinen – fast wie Schreien.

Baby Mutter
Ein Baby weint bei einer Kolik anders als sonst. Den Unterschied zu hören und zu sehen, ist aber schwierig. - Depositphotos

Gute Nachrichten: Die Koliken dauern nicht ewig. Mehrheitlich beginnen sie, wenn das Baby etwa zwei bis drei Wochen alt ist.

Nach rund sechs Wochen erreichen sie ihren Höhepunkt. Dann beginnen sie typischerweise abzuklingen.

Mögliche Ursachen für Koliken bei Babys

Auch die genauen Ursachen für Koliken sind noch unbekannt. Expertinnen und Experten haben aber einige Theorien zu möglichen Auslösern entwickelt.

Das unreife Verdauungssystem, der Säure-Reflux oder Nahrungsmittelallergien können dazu führen, dass das Kind Koliken bekommt. Aber auch eine Überstimulation der Sinne, wie oben bereits erwähnt, kann seinen Teil dazu beitragen.

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