So machen Sie Ihr Kind fit für die Online-Welt

    Maike Lindberg
    Maike Lindberg

    Das Internet macht vielen Eltern in Bezug auf ihre Teenies Angst. Wie Sie Ihr Kind für die Online-Welt stärken und was die Symptome einer Online-Sucht sind.

    Teenager mit Handys
    Das Internet eröffnet viele Möglichkeiten, birgt aber auch Gefahren. - Depositphotos

    Die digitale Welt ist ein integraler Bestandteil des Lebens unserer Jugendlichen geworden. Online-Unterricht, Social Media oder Gaming – die Kids von heute sind «Digital Natives».

    Digitales Dasein beinhaltet dabei durchaus mehr als nur die blosse Nutzung des Internets. Es geht um ethisches und moralisches Verhalten, den Schutz von Privatsphäre sowie die Reflexion über die Auswirkungen eigener Online-Aktivitäten.

    Eine solide Medienkompetenz ist hierbei unverzichtbar. Sie hilft dabei, fundierte Entscheidungen über genutzte Inhalte zu treffen und diese kritisch zu hinterfragen.

    Ein gesunder Umgang mit dem Internet

    Ob Handy, Tablet oder Laptop, heute geht nichts mehr ohne. Den Kindern die Elektonik bis zum 18. Lebensjahr zu verwähren, ist daher unrealistsich – und dumm.

    Vater und Sohn mit Tablets
    Kinder müssen Kompetenz in Bezug auf Medien erst lernen. - Depositphotos

    Vielmehr sollten Eltern ihren Kindern und Jugendlichen einen gesunden und nutzbringenden Umgang mit dem Internet beibringen. Schliesslich ist mit dem Internet so viel mehr möglich als nur Streamen und Social Media.

    Bringen Sie bestenfalls schon Ihrem Kind bei, das Internet als Wissenquelle zu betrachten: für das Googeln einer Frage, das Lernen einer Sprache oder das Lösen eines Problems. Dies wird sich positiv auf die Entwicklung Ihres Kindes oder Teenagers auswirken.

    Der Wunsch nach Identität und Gemeinschaft

    Als «Digital Natives» nutzen Jugendliche das Internet, um mit Freunden zu interagieren, sich auszudrücken und Teil einer globalen Gemeinschaft zu werden. Manchmal kann auch die Anonymität des Internets von Vorteil sein.

    So etwa wenn es darum geht, Aspekte der eigenen Identität zu erkunden oder Hilfe bei heiklen Themen zu suchen. Doch das Internet birgt auch Gefahren.

    Mädchen traurig mit Handy
    Zu viel Zeit im Internet kann Jugendliche auch krank machen. - Depositphotos

    Viele Eltern haben Angst, dass ihr Teenager mit Mobbing und sexualisierter Gewalt in Kontakt kommt. Klären Sie Ihr Kind auf und zeigen Sie Interesse an dem, was es sich anschaut – so können Sie bei Bedarf darüber sprechen.

    Wann Internet zur Sucht wird

    Mit der Erfindung des Internets sind auch neue Krankheitsbilder wie Online- und Pornosucht entstanden. Stellen Sie bei Ihrem Kind ein grosses Verlangen nach Online-Sein, sozialen Rückzug und die Vernachlässigung von Hobbys fest?

    Gibt es Anzeichen wie Unruhe, Gereiztheit und Aggressivität bei Offline-Aktivitäten? Dies kann für eine Online-Sucht sprechen.

    Suchen Sie sich in solchen Fällen unbedingt professionelle Hilfe.

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