Teenies auf der Hormon-Achterbahnfahrt? So helfen Sie

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    In den Jahren des Erwachsenwerdens begeben sich Kinder auf eine turbulente Reise voller hormoneller Umstellungen. Wie Sie sie am besten unterstützen.

    Vater und Sohn
    Gefühlschaos, Konflikte, riskantes Verhalten: Ihr Kind befindet sich in der Pubertät. - Depositphotos

    Die Pubertät ist eine Zeit intensiver körperlicher und emotionaler Veränderungen, die Teenager oft wie eine wilde Achterbahnfahrt erleben. Für Sie als Eltern und Bezugspersonen kann diese Phase eine echte Herausforderung darstellen.

    Sie müssen nun mit den sprunghaften Stimmungsschwankungen und unvorhersehbaren Reaktionen Ihrer Heranwachsenden umgehen. Doch mit Unterstützung, Geduld und Einfühlungsvermögen können Sie helfen.

    Von Hormonveränderungen und körperlichen Veränderungen

    Die Pubertät bringt zahlreiche hormonelle Veränderungen mit sich. Dazu gehören etwa die Produktion von Hormonen wie Östrogen und Testosteron, welche Einfluss auf physische Entwicklung, Stimmungslage und Verhalten nehmen.

    Jedes Kind hat seine eigene Geschwindigkeit bei diesen Entwicklungsprozessen. Hormonelle Schwankungen können bei Jugendlichen einen Sturm der Gefühle auslösen.

    Teenager in Ecke
    Für Pubertierende ist Gefühlschaos wegen hormoneller Veränderungen allgegenwärtig. - Depositphotos

    Ihr Kind könnte Launenhaftigkeit, Reizbarkeit, erhöhte Sensibilität und intensive emotionale Reaktionen während der Pubertät erleben.

    Das Gehirn entwickelt sich

    Nicht nur äusserlich verändern sich Kinder, die zu Teenagern werden. Neben physischen gibt es auch kognitive Entwicklungsprozesse.

    Das Gehirn verändert sich nämlich rasant. Die Bereiche, die für Impulskontrolle und Vernunftentscheidungen verantwortlich sind, befinden sich ebenfalls in der Entwicklung.

    Teenager rauchen
    Teenager testen oft ihre Grenzen und werden risikobereiter. - Depositphotos

    Mögliche Folgen: impulsives Verhalten, Risikobereitschaft und Schwierigkeiten im Umgang mit Emotionen. Die Pubertät veranlasst Jugendliche oft dazu, ihre Identität, Werte und Überzeugungen zu hinterfragen.

    Dazugehören um fast jeden Preis

    Mit Beginn der Pubertät rücken soziale Kreise mehr in den Vordergrund des Interesses von Jugendlichen. Sie beginnen damit, sich selbst zu reflektieren, und sie versuchen herauszufinden, wer sie sind und wo sie hingehören.

    Mit zunehmendem Bewusstsein für soziale Dynamiken könnten sie vermehrt unter sozialer Angst leiden. Heisst: Der Druck, dazugehören zu müssen, wächst.

    Das können Sie tun

    Die Herausforderungen pubertärer Veränderungen erfordern Geduld und Einfühlungsvermögen. Deshalb sollten Sie vor allem wertfrei mit Ihrem Kind kommunizieren.

    Mutter und Tochter
    Ein offenes Ohr und Wertfreiheit helfen, Kindern in der Pubertät Sicherheit zu vermitteln. - Depositphotos

    Bleiben Sie offen, zeigen Sie Interesse, auch wenn es nicht immer einfach ist. Ihr Kind wird vielleicht versuchen, Grenzen zu überschreiten.

    Es ist die Phase des Ausprobierens. Als Konsequenz sollte keine Züchtigung folgen. Vielmehr geht es darum, über Bedürfnisse zu sprechen und gemeinsam Regeln und ihre Konsequenzen festzulegen.

    Auch Sie können sich Hilfe holen

    Versuchen Sie auch, die Gefühle Ihres Kindes anzuerkennen. Sie müssen nicht mit dem übereinstimmen, was Sie selbst fühlen. Bestätigung ist in dieser Phase wesentlich für Ihr Kind, um Selbstvertrauen aufbauen zu können.

    Sie fühlen sich überfordert? Tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten aus oder denken Sie über eine Selbsthilfegruppe nach.

    Auch Eltern benötigen Unterstützung oder einen Raum, um Dampf abzulassen ‒ Sie sind damit nicht allein.

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