Baby pucken - sollte ich mein Kind in ein Tuch wickeln?

Kiran Iqbal
Kiran Iqbal

Schnappschüsse von niedlichen Babys, die in ein Tuch eingewickelt sind, sind in den sozialen Medien häufiger zu sehen. Sollten Sie Ihr Baby pucken?

Baby im Tuch
Damit das Kind sich sicher und geborgen fühlt, entscheiden einige Eltern sich für das Pucken. - Depositphotos

Das «Pucken», eine jahrhundertealte Methode, um Neugeborene zu beruhigen und ihren Schlaf zu fördern, erlebt ein modernes Revival. Diese Technik, bei der Babys in Tücher gewickelt werden, bietet nicht nur Geborgenheit, sondern unterstützt auch einen ruhigeren Schlaf.

Allerdings sollte einiges beachtet werden.

Pucken: Das steckt dahinter

Pucken imitiert die Enge der Gebärmutter und kann somit Neugeborenen helfen, sich ausserhalb des Mutterleibs sicherer zu fühlen. Diese Praktik reduziert das Auftreten des Moro-Reflexes.

Baby, eingewickelt
Das Pucken, so sagt man, soll die Enge der Gebärmutter imitieren und dem Baby Sicherheit vermitteln. - Depositphotos

So wird ein frühkindlicher Reflex bezeichnet, bei dem das Baby plötzlich seine Arme ausschlägt. Diese plötzliche Bewegung ist oft mit einem Schreckmoment verbunden und kann den Nachwuchs aus dem Schlaf reissen.

Doch während einige Experten die Vorteile des Puckens preisen, warnen andere vor potenziellen Risiken wie etwa Überhitzung. Die Kunst liegt also darin, ein gesundes Mittelmass zu finden.

Ein Segen mit Bedingungen

Fachleute betonen die Wichtigkeit korrekter Pucktechniken sowie den richtigen Zeitpunkt für den Beginn und das Ende dieser Praxis. Idealweise sollte das Pucken ab der Geburt beginnen.

Es endet am besten, sobald das Baby aktiver wird oder Anzeichen zeigt, sich selbst befreien zu wollen. Dies geschieht typischerweise zwischen dem zweiten bis vierten Lebensmonat.

Baby im Tuch
Um nichts falsch zu machen, sollten Mütter sich beim Pucken Hilfe holen, wenn sie ihr Baby zum ersten Mal in ein Tuch wickeln. - Depositphotos

Eine falsche Anwendung kann tatsächlich mehr schaden als nutzen. Daher raten Kinderärzte dazu, sich zunächst professionell anleiten zu lassen.

Die goldene Mitte finden

Nicht jedes Baby reagiert gleichermassen gut aufs Pucken. Manche lieben es von Anfang an, wohlig eingewickelt zu sein, während andere ihre Freiheit bevorzugen.

Eltern sollten stets auf die Signale ihres Kindes achten. Es ist immer besser, eine individuelle Anpassung vorzunehmen, statt strikt einer bestimmten Methode zu folgen.

Auch wenn Studien auf positive Effekte wie einen verbesserten Nachtschlaf beim Baby hindeuten, bleibt doch festzuhalten, dass jedes Lebewesen einzigartig ist. Was für das eine Kind funktioniert, muss nicht zwangsläufig auch bei einem anderen wirken.

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