Gender Reveal Party: Harmloser Spass oder fragwürdiger Trend?

    Maike Lindberg
    Maike Lindberg

    Gender Reveal Partys sind beliebt. Aber immer mehr Menschen sehen diesen amerkanischen Trend kritisch, denn er hat auch weniger fröhliche Seiten.

    Ballons Deko blau rosa
    Gender Reveal Partys sind beliebt bei werdenden Eltern. - Depositphotos

    In den letzten Jahren hat sich ein neuer Trend in der Schwangerschaft durchgesetzt: Die Enthüllungspartys des Geschlechts des ungeborenen Kindes, sogenannte «Gender Reveal Partys». Doch während einige diese Partys als harmlosen Spass betrachten, sehen andere darin eine potenzielle Gefahr.

    Was sind Gender Reveal Partys?

    Besonders durch Social Media ist dieser Trend berühmt und beliebt geworden. Diese Feiern sind mittlerweile zu einer festen Tradition geworden, bei denen die werdenden Eltern das Geschlecht ihres Babys auf kreative Weise enthüllen.

    Von Kuchen mit rosa oder blauer Füllung bis hin zur Freilassung eines Schwarms farbiger Vögel, ist alles dabei.

    Gefahren hinter dem bunten Spektakel

    Einige Enthüllungsfeiern haben tragische Auswirkungen gehabt, da sie oft mit riskanten Aktivitäten verbunden sind. So wurden beispielsweise Feuerwerkskörper und Sprengstoffe eingesetzt, die nicht nur Menschen verletzen können, sondern auch Brände auslösen können.

    Schildkröte mit Plastikmüll
    Bunte Ballons, die steigen gelassen werden, landen in den Ozeanen. - Depositphotos

    Auch Umweltbelastungen sind ein Problem. Bei manchen Partys wird eine grosse Menge an farbigem Pulver in die Luft freigesetzt, was Boden und Wasserquellen kontaminieren kann.

    Luftballons, die steigen gelassen werden, landen als Plastikmüll in den Ozeanen.

    Kritik am Konzept der Geschlechterenthüllungsfeier

    Neben den physischen Risiken werfen Kritiker noch weitere Fragen auf. Sie argumentieren, dass solche Partys Geschlechterstereotype verstärken und Druck auf die Einhaltung bestimmter Geschlechterrollen ausüben könnten.

    Blaue und rosafarbene Cupcakes
    Die Farben Rosa und Blau sind letztendlich Sinnbild für Geschlechterstereotypen. - Depositphotos

    Jenna Karvunidis gilt als die Erfinderin der Enthüllungsfeiern, bedauert jedoch nun, diesen Trend ins Leben gerufen zu haben. Insbesondere, da ihre Tochter heute Anzüge bevorzugt.

    Sollten wir weiterhin Gender Reveal Partys durchführen?

    Letztendlich liegt es an jeder Familie selbst zu entscheiden, wie sie das Geschlecht ihres Babys feiern möchte. Es gibt viele Möglichkeiten dies auf inklusive und respektvolle Weise zu tun.

    Bedenken Sie aber auch, dass diese Feste im kleinen Teil zur stetig steigenden Müllproduktion und zum Festigen von Geschlechterrollen betragen.

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