Das grosse Töpfchen-ABC: Alles Wichtige für einen gelungenen Start

    Laura Martin
    Laura Martin

    Bei manchen klappt’s von einem Tag auf den anderen, manche brauchen eine Weile: der Gang aufs Töpfchen. Wie Sie Ihrem Kind beim Übergang helfen können.

    Mama und Kind beim Töpfchentraining
    Beim Töpfchentraining vor allem wichtig: Das Kind sollte Lust darauf haben und dazu bereit sein. - Depositphotos

    Erinnern Sie sich an den Moment, als Ihr Kind zum ersten Mal lächelte? Jetzt steht ein neuer Meilenstein bevor: das Trockenwerden.

    Diese aufregende Phase ist voller Herausforderungen und Triumphe. Sie werden lachen, staunen und manchmal auch zweifeln.

    Doch keine Sorge, Sie sind nicht allein. Mit unserem Töpfchen-ABC begleiten wir Sie Schritt für Schritt durch diese besondere Zeit.

    Ein Lob tut immer gut

    Egal, welchen Ansatz man wählt, einige gemeinsame Merkmale finden sich bei allen modernen Trainingsmethoden. Dazu gehören positive Verstärkung durch Lob und Zuneigung sowie der Einsatz von Belohnungen wie Aufklebern.

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    Ergänzen Sie das Töpfchentraining mit aufmunternden und lobenden Worten. - Depositphotos

    Strafen sind ein absolutes Tabu. Und natürlich müssen bestimmte Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden.

    Windelfrei ab Geburt?

    In vielen Teilen der Welt ist es üblich, bereits Babys an die Toilette zu gewöhnen. Mithilfe ihrer wachsamen Eltern lernen sie frühzeitig Signale zu senden, wenn sie müssen.

    Windeln werden dadurch rasch überflüssig. Diese Methode wird als «Elimination Communication» bezeichnet und ist auch als windelfreie Methode bekannt.

    Sie erfreut sich auch im Westen immer grösserer Beliebtheit.

    Mit sanften Schritten zum Ziel

    1962 wiederum entwickelte der Kinderarzt T. Berry Brazelton einen kindorientierten Ansatz zum Toilettentraining. Seine Methode ist sanft und schrittweise, wobei das Kind die Führung übernimmt und sein eigenes Tempo bestimmt.

    Brazelton empfiehlt, mit dem Training nach dem Laufenlernen zu beginnen, typischerweise zwischen 18 und 24 Monaten.

    Töpfchenmeister in nur einem Tag

    Auch die Psychologen Nathan H. Azrin und Richard M. Foxx stellten 1974 eine Methode vor: Damit sollen Kinder innerhalb eines Tages das Toilettentraining erlernen können.

    Kind, Töpfchen, Training, Toilette
    Eine Methode setzt auf die «Barfuss»-Technik. - Depositphotos

    Voraussetzung dafür: Sie sind mindestens 20 Monate alt und haben noch keinerlei Erfahrungen mit Training in dem Bereich gemacht. Ihr Ansatz zielt darauf ab, das Trockenwerden durch intensive Übung und positive Verstärkung in kurzer Zeit zu erreichen.

    Die Methode beinhaltet strukturierte Trainingseinheiten mit häufigen Toilettengängen, Belohnungen für Erfolge und sofortige Korrekturen bei Unfällen.

    Schritt für Schritt, auch ohne Hose

    Von Eltern geführtes Toilettentraining wiederum kombiniert verschiedene Techniken des Toilettentrainings. Im Zentrum steht hier eine sanfte und schrittweise Begleitung, ähnlich wie bei Brazeltons Ansatz.

    Für Kinder über 30 Monaten empfehlen einige Kinderärzte den «Nackter Hintern»-Ansatz: Hierbei dürfen die Kleinen ohne Hose herumlaufen, um selbst herauszufinden, wann sie aufs Töpfchen müssen.

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